Neues Jahr – Neues Ich!

– oder so.

Neben Frohsinn gibt es heute die geballte Ladung Freundlichkeit, positive Energie und gute Vorsätze. Zumindest für rund 40 Prozent von uns, wenn wir dem Ergebnis meiner kleinen Umfrage auf Instagram vertrauen dürfen. Laut statista halten übrigens nur etwa 23 Prozent an dem Brauch fest. Hier belegt dann auch das uns allen bekannte Ziel, mehr Sport zu treiben den ersten Platz mit 52 Prozent der Neujahrsmotivierten. Kann ich mich davon freisprechen, an ein sportlicheres Ich zu glauben?

Natürlich nicht! Wie oft ich im letzten Jahr Sport gemacht habe, könnte ich nahezu an einer Hand abzählen. Will ich das ändern? Klar! Muss ich das ändern? Auf alle Fälle! Der erste Vorsatz wäre geklärt. Kritiker kommen jetzt mit Argumenten um die Ecke wie: „Man braucht doch keinen Jahreswechsel, um sich Ziele zu setzen und an sich zu arbeiten.“ Selbstverständlich braucht man die nicht. Ich habe das Rauchen in 2018 geschmissen. Unterjährig. Dennoch hatte ich mir ein konkretes Datum gesetzt und nutzte eine damit verbundene Gelegenheit dafür. Warum? Weil es mir die Zeit verschafft, meinen Fokus zu schärfen, mich mental vorzubereiten und mich von meinen geliebten alten Gewohnheiten zu verabschieden. Unsere Gewohnheiten sind letztlich die größte Hürde. Zeitmangel ist nur eine Ausrede für fehlende Sporteinheiten, nicht gelesene Bücher und leichtfertig bestelltes Junk Food. Womit wir zu einem weiteren Vorsatz für mich kommen: Nieder mit den Zeitfressern. Der Fernseher wird zukünftig nur noch für einen Filmabend in Gesellschaft eingeschaltet. Und gleich heute morgen musste ich dem Automatismus widerstehen, zu meiner ersten Tasse Kaffee nach der Fernbedienung zu greifen. Stattdessen, habe ich mein Notebook bereinigt, Fotos ausgemistet, eine Zeitschrift gelesen, Musik gehört und schreibe nun diese Zeilen. (Ups, schon wieder kein Sport)

Warum erzähle ich euch das?
Öffentlicher Druck erhöht die Motivation. Wer dazu neigt, seine Ziele aus den Augen zu verlieren, sich ablenken zu lassen, oder gar aufzugeben ist gut beraten zumindest der ein oder anderen Person davon zu erzählen. Ihr dürft diesen Beitrag also als mein Commitment mit mir selbst verstehen, welches ich hiermit unter Zeugen fixiere.

  • Kein Fernsehen bloß um mir die Zeit zu vertreiben
  • Regelmäßig Sport treiben
    1x pro Woche sollte sogar für mich machbar sein
  • Gesünder Essen – Fleisch wird maximal beim regionalen Bauernhof gekauft. Die Gründe dürfte jeder mittlerweile begriffen haben
  • Mehr schreiben
    Ich habe meinen Blog und damit jeden treuen Leser vernachlässigt. Das wird sich ändern
  • Das hochhauscafé der realen Welt wird aus dem Winterschlaf geweckt. Ich heize schon einmal den Ofen vor! #zeitschenken in seiner reinsten Form

Das sind sie, meine Vorsätze für 2020. Womit wir wieder bei der ursprünglichen Frage wären: Warum jetzt? Zum einen ist die Stimmung zum Jahreswechsel optimal. Ich habe frei, Zeit zum Abschalten, lasse die letzten Monate Revue passieren und erledige alles, wozu vorher kaum Zeit war. Es ist eine gute Zeit, um schlechte Gewohnheiten zu filtern und abzulegen und bietet die Chance neue zu finden. Hinzu kommt – vor allem wenn wir über Sport und Co. sprechen – der Fakt, dass das Große Fressen hinter uns liegt, der Glühwein nicht mehr schmeckt und die Keksdosen geleert sind. Selbst wenn man es schafft keine zusätzlichen Pfunde auf die Waage zu bringen, macht es Sinn sich ein wenig von den Kalorienbomben und beschwipsten Abenden zu distanzieren, um unserem Körper wieder etwas Gutes zu tun und für dessen Wohlbefinden zu sorgen.

Letztlich sollten wir uns davon frei machen Neujahrsvorsätze unmittelbar mit Versagen in Verbindung zu setzen. Betrachtet es als Challenge, Commitment oder schlicht als Ziel. Es ist auch völlig egal, ob eure Vorsätze zeitlich begrenzt, andauernd und nur Sequenzen in der Zukunft sind. Wichtig ist, dass sie euch motivieren morgens mit einem guten Gefühl in den Tag zu starten und das beste aus dem zu machen, was da ist. Cheers!

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