Genug

Nachdem ich neulich nach meiner Stärke gefragt wurde, habe ich mir viele Gedanken darum gemacht, wie sie sich in vielen kleinen Situationen äußert, oder auch in den großen, den entscheidenden Momenten. Und vor allem Frage ich mich, wieso ich in dem einen Bereich meine Kraft nutze, während ich in einem anderen, der möglicherweise gar nicht so viel davon bräuchte, aufgebe. Wann treffe ich diese Entscheidungen und wonach beurteile ich?

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Volltanken, bitte!

Woher nimmst du deine Kraft? Hast du dir mal bewusst gemacht, was du tust, um dich selbst aufzubauen? Was ist deine geheime Superkraft? Was hilft dir, Trauer in Glück zu verwandeln, Stress zu reduzieren, oder die nächste Hürde zu überwinden? In der Regel funktionieren wir einfach, wenn es darauf ankommt, ohne uns großartig Gedanken darüber zu machen, was in diesen Momenten der Treibstoff ist. Wenn wir andere in ihrer Stärke beobachten, wirkt es beeindruckend, fast magisch. „Wie schafft sie das nur?“ schießt es uns durch den Kopf.

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Hinsehen

„Muss ich jetzt meditieren oder Bäume umarmen, um ein gutes Leben zu führen?“ In einem meiner ersten Beiträge hatte ich Achtsamkeit für mich definiert. Ein wenig zynisch hatte ich es formuliert. Wenn ich heute im Netz unterwegs bin, möchte wirklich Bäume umarmen. Aus Ehrfurcht vor dem, was derzeit auf der Welt passiert. Aus Dankbarkeit, dass der Wald vor meiner Tür nicht in Flammen steht. Aus Bedauern, so lange völlig unachtsam gehandelt und vor allem konsumiert zu haben. Aus Sorge, um das, was uns noch bevorsteht.

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Neues Jahr – Neues Ich!

– oder so.

Neben Frohsinn gibt es heute die geballte Ladung Freundlichkeit, positive Energie und gute Vorsätze. Zumindest für rund 40 Prozent von uns, wenn wir dem Ergebnis meiner kleinen Umfrage auf Instagram vertrauen dürfen. Laut statista halten übrigens nur etwa 23 Prozent an dem Brauch fest. Hier belegt dann auch das uns allen bekannte Ziel, mehr Sport zu treiben den ersten Platz mit 52 Prozent der Neujahrsmotivierten. Kann ich mich davon freisprechen, an ein sportlicheres Ich zu glauben?

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Ich hab‘ den Blues

„Hallo! Da bist du ja wieder. Und du hast schweres Gepäck dabei. Du bleibst also länger. Na super. Immer, wenn du auftauchst, steigt dieses Gefühl in mir hoch. Es ist, wie am Morgen aus dem Fenster zu schauen und neben der grauen Wolkendecke nur Nebel und Nieselregen zu sehen. Es ist, wie einer dieser Morgen, an denen man sich viel lieber zurück ins Bett kuscheln würde, als zur Arbeit zu gehen. Nur ist es das den ganzen Tag. Jeden Tag.

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Haken hinter!

Aufstehen. Fenster öffnen. Kurz ins Bad. Kaffeemaschine. Blumen gießen. Kaffee. Journal. Ab unter die Dusche. Haare. Make Up. Bett machen. Fenster zu. Tasche packen. Arbeit… Einkauf. Sport. Haushalt. Dusche. Kochen. Lesen. Oder doch etwas fernsehen? Wäsche waschen nicht vergessen. Ach und das Journal. Gleich ins Bett. Nur noch der Abwasch. Und Mama muss ich noch schreiben. Hab‘ ich was…? Morgen unbedingt an die Mail denken. Abschminken. To-Do-Liste schreiben. Haken setzen.

Was habe ich gestern überhaupt gemacht? Die Zeit rennt. Oder haben wir bloß verlernt sie zu spüren?

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Fehlerhaft

Die ganze Woche schon kreisen meine Gedanken darum, ob Fehler in unserer Welt akzeptiert werden. Sind sie gewollt, um daran zu wachsen? Oder erwartet die Gesellschaft von uns, dass wir keine Fehler machen? Wie gehen wir mit unseren Fehlern um? Stehen wir dazu? Sind wir vielleicht sogar ein bisschen stolz auf die Lehren, die wir daraus ziehen konnten? Oder versuchen wir, unsere Fehler möglichst zu verstecken?

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